Aufgewachsen in einem mittelständischen Familienbetrieb. Vierzehn Jahre Konzernschule auf zwei Kontinenten. Seit Oktober 2023 selbständig als Operationsleiter auf Zeit für mittelständische Unternehmen im DACH-Raum.
Ich bin in einem mittelständischen Familienbetrieb groß geworden. Über vierzig Jahre Bodenbeläge für Messen und Objekte, dreißig Festangestellte, in den Spitzen bis zu hundert Subunternehmer auf der Fläche. Das ist die Welt, die ich am Frühstückstisch mitgehört habe. Wie Aufträge geplant werden, wie Bürokratie mit den Jahren mitwächst, wie Prozesse ungeordnet hinterherhinken, wie ein Inhaber zwischen Maschine und Marge entscheidet.
Diese Tonalität bleibt. Sie ist der Grund, warum mir die Sprache und die Logik mittelständischer Häuser vertraut sind.
Über vierzehn Jahre habe ich in vier internationalen Konzernen auf zwei Kontinenten gearbeitet. Was ich daraus mitgenommen habe, ist nicht Konzernsprache, sondern Konzern-Werkzeug: standardisierte Verfahren, dokumentierte Prozesse, saubere Übergaben, eine professionalisierte Vertriebsarchitektur. Werkzeug, das ich heute in mittelständische Unternehmen mitbringe und an deren Sprache und Größenordnung anpasse.
Medtronic, Düsseldorf (Deutschland), Medizintechnik. Berufseinstieg in der Ausbildung. Bereits dort entstand das erste eigenständige Vorhaben: das interne Schulungssystem aufgenommen, neu strukturiert und auf eine konsistente Grundlage gestellt. Aus dieser frühen Erfahrung erwuchs eine Haltung: erst beobachten, dann ordnen, dann verändern.
Medtronic, Sydney (Australien), Medizintechnik. Drei Jahre im Vertrieb auf der anderen Seite der Welt. Ein neuer Vertriebskanal wurde von Grund auf aufgebaut. Im ersten vollen Geschäftsjahr lag der erzielte Umsatz bei einer Million australischer Dollar. Das Planziel wurde um 27 Prozent übertroffen.
Johnson & Johnson, Hamburg (Deutschland), Medizintechnik. Umsatzverantwortung von 2,7 Millionen Euro im Außendienst. Zwei interne Auszeichnungen, Aufnahme in den Förderkreis.
Dr. Reddy's, Frankfurt am Main (Deutschland), Pharmaindustrie. Marketing- und Markenführung für eine Produktreihe aus Neuseeland. Markteinführung in den deutschsprachigen Pharma-Markt, in enger Abstimmung mit Zulassung, Vertrieb und Außendienst. Der Schwerpunkt lag auf belastbaren Strukturen, die einen geordneten Marktzugang tragen.
Selbständig mit horus. Konzern-Werkzeug wird in den Mittelstand übertragen, in einer Form, die in einem mittelständischen Haus tragfähig ist: als operative Mitarbeit am Tisch der Geschäftsführung, mit festem Honorar und klarem Endpunkt. Die Methodik folgt einer klaren Logik in vier Schritten: beobachten, ordnen, verändern, übergeben. Eine ausführliche Beschreibung steht auf der Methode-Seite.
Mandanten kommen typischerweise dann, wenn das Tagesgeschäft die Hände der Geschäftsführung bindet. Häufig liegt eine zweite Strecke parallel an: ein Markteintritt nach Deutschland, eine Vertriebs-Architektur, die mit dem Unternehmen mitgewachsen ist, oder eine Werkzeug-Landschaft, die neu sortiert werden soll. Was am Ende ankommt, ist eine geordnete operative Linie, die ohne externe Begleitung weiterträgt. Konkrete Ergebnisse stehen auf der Referenzen-Seite.
Erst die innere Ordnung. Dann die äußere Wirkung. Was zum Mandat gehört, wird geliefert. Was nicht dazu gehört, wird klar benannt und bleibt draußen.
Vieles, was mir in einem konkreten Mandat begegnet, ist in anderer Form schon einmal gelöst worden. Muster aus einem Bereich wiederholen sich in einem anderen, oft mit überraschender Klarheit. Daraus entstehen standardisierte Verfahren für die Stellen, an denen es wirklich klemmt, und reibungslose Abläufe für den Alltag drumherum.
Künstliche Intelligenz wird als operatives Werkzeug eingesetzt. Datenmodelle, automatisierte Routinen und eigene kleine Werkzeuge werden direkt im Mandat aufgebaut, Schritt für Schritt, mit Schwerpunkt auf den Stellen, an denen im Tagesgeschäft wirklich Zeit eingespart werden kann. Das Werkzeug bleibt im Haus, weil die zuständige Person damit umgehen kann.
Was ich aus dem eigenen Fliegen mitgenommen habe, lässt sich eins zu eins auf meinen Beruf übertragen: eine klare Methodik, Standardisierung dort, wo sie schützt, Präzision in der Ausführung und eine Hingabe an die Sache, die nicht verhandelbar ist. Vor jedem Mandat steht eine sorgfältige Bestandsaufnahme, am Ende eine geordnete Übergabe. Dass die Marke einen Falken trägt, ist daher weniger ein Markenmotiv als eine Arbeitshaltung.